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Verdacht der Vetternwirtschaft:
Fragwürdige Stellenbesetzung bei
Lotto-Toto Sachsen-Anhalt

Schmidt: CDU-geführter Lotto-Aufsichtsrat trägt Mitverantwortung Eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt hat neue belastende Erkenntnisse zur Personalbesetzung bei der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt unter der Geschäftsführerin und früheren Radiomoderatorin Maren Sieb zutage befördert. So wurde die Lotto-Pressearbeit bis zum Jahr 2012 extern über eine freiberufliche Journalistin abgewickelt, die sich schließlich auch für die 2013 neu geschaffene Stelle „Leiter-Pressestelle“ bewarb. Für die innerbetriebliche Ausschreibung interessierte sich jedoch auch Astrid Wessler, die durch ihre Moderatorentätigkeit beim Radiosender SAW mit Maren Sieb bereits bekannt war. Wessler erhielt die Stelle – ihre einzige Konkurrentin, die freie Journalistin, hatte nach dem Bewerbungsgespräch ihrerseits die Bewerbung überraschend zurückgezogen.

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Eine weitere Ungereimtheit findet sich mit der Versetzung der Ehefrau des zwischen 2012 und 2017 beschäftigten Lotto-Geschäftsführers, Klaus Scharrenberg. Scharrenbergs Ehefrau übernahm bei Lotto 2013 die Position eines Abteilungsleiters, der aufgrund von „Differenzen“ freigestellt wurde, obwohl kurz zuvor noch die Verlängerung seines Arbeitsverhältnisses vereinbart worden war. Die Ehepartnerin selbst hatte bis dahin das interne Kontrollorgan (Revision) von Lotto Sachsen-Anhalt geleitet, welches die Geschäftsführung überwacht und aufgrund dieses Interessenkonfliktes eine Umbesetzung erforderlich machte. Der AfD-Landtagsabgeordnete Jan Wenzel Schmidt erklärte dazu: „In beiden Fällen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass möglicherweise Druck durch die Geschäftsführung für den Rückzug der einzigen Mitbewerberin und für plötzlich auftretende Differenzen mit langjährigen Abteilungsleitern verantwortlich sind. Die Vorgänge bestätigen die Verdachtsmomente hinsichtlich der Personalentscheidungen unter der Geschäftsführerin Maren Sieb, bei denen persönliche Verbindungen eine gravierende Bedeutung für die Stellenbesetzungen zu haben scheinen. Der CDU-geführte Lotto-Aufsichtsrat trägt mit dem widerstandslosen Dulden dieses Gebarens eine Mitverantwortung. Die neuen Indizien bekräftigen auch die Notwendigkeit des Lotto-Untersuchungsausschusses, der nur dank des Aufklärungswillens der AfD-Fraktion eingesetzt wurde.“

Verdächtige Machenschaften bei Lotto-Toto:

AfD-Fraktion beantragt Untersuchungsausschuss​

Die AfD-Fraktion hat einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der skandalösen Vorgänge rund um die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. Im Fokus steht die Geschäftsführerin Maren Sieb. Diese ist keine Unbekannte. Bereits 2011 sorgte die ehemalige Radio SAW-Moderatorin für eine Landtagsdebatte. Damals ging es um eine gekaufte Radiosendung und einen fälschlich erhaltenen Radiopreis.

Heute steht der Verdacht der Vetternwirtschaft im Raum. Kurz nach dem Wechsel Siebs zu Lotto-Toto bekamen auch einige ihrer früheren Kollegen tolle Jobs bei der landeseigenen Lottogesellschaft. Aber dabei blieb es nicht. Ein Magdeburger Bezirksleiter bekam nach 19-jähriger Zusammenarbeit keine Vertragsverlängerung mehr –
stattdessen bekam eine ehemalige Radio-SAW-Kollegin den Posten zugeschoben.  Qualifikationen sind nichts –
gute Beziehungen sind alles. Das scheint das Motto in der Personalabteilung unter der Leitung Maren Siebs von Lotto-Toto zu sein.

Wie kam die Ex-Moderatorin eigentlich zu ihrem Traumjob? Könnte es vielleicht damit zu tun gehabt haben, dass sie einst für Jens Bullerjahn den Wahlkampf organisierte und dieser wiederum in seiner Funktion als Finanzminister und damit Hauptgesellschafter von Lotto-Toto großen Einfluss bei der Wahl der Geschäftsführung hatte?

Eine Hand wäscht die andere. Im Jahr 2016 bekamen die Lotto-Bezirksleiter neue Vergütungs-regelungen. Sechs von sieben Bezirksleiter hatten finanzielle Einbußen zu beklagen. Nur ein einziger verbesserte sich: Der Bezirksleiter mit CDU-Verbindungen erhält nun rund 50.000 Euro jährlich mehr, und das ohne eigenes Zutun. Zwei Jahre später bekam die Tochter desselbigen Bezirksleiters den Lottobezirk mit den zweithöchsten Provisionseinnahmen zugesprochen. Zufall?

Wen überrascht da noch die Erhöhung von Maren Siebs Jahresgehalt auf rund 200.000 Euro (!). Das ist Geld, was bei Vereinen und Verkaufsstellen fehlt. Dass der Landesrechnungshof das für unzulässig hält – egal. Der Abgeordnete Jan Wenzel Schmidt spielt dabei jedenfalls nicht mehr mit. Er brachte den Stein ins Rollen, der nun in Form des Untersuchungsausschusses Fahrt aufnimmt, um der Selbstbedienungsmentalität bei Lotto-Toto ein Ende zu setzen. Besonders bedenklich sieht Schmidt mögliche Geldwäsche im Bereich Sportwetten mit Einsätzen einer einzelnen Person von über 1,3 Mio. Euro innerhalb eines Jahres.

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