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Verdächtige Machenschaften bei Lotto-Toto:

AfD-Fraktion beantragt Untersuchungsausschuss​

Die AfD-Fraktion hat einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der skandalösen Vorgänge rund um die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. Im Fokus steht die Geschäftsführerin Maren Sieb. Diese ist keine Unbekannte. Bereits 2011 sorgte die ehemalige Radio SAW-Moderatorin für eine Landtagsdebatte. Damals ging es um eine gekaufte Radiosendung und einen fälschlich erhaltenen Radiopreis.

Heute steht der Verdacht der Vetternwirtschaft im Raum. Kurz nach dem Wechsel Siebs zu Lotto-Toto bekamen auch einige ihrer früheren Kollegen tolle Jobs bei der landeseigenen Lottogesellschaft. Aber dabei blieb es nicht. Ein Magdeburger Bezirksleiter bekam nach 19-jähriger Zusammenarbeit keine Vertragsverlängerung mehr –
stattdessen bekam eine ehemalige Radio-SAW-Kollegin den Posten zugeschoben.  Qualifikationen sind nichts –
gute Beziehungen sind alles. Das scheint das Motto in der Personalabteilung unter der Leitung Maren Siebs von Lotto-Toto zu sein.

Wie kam die Ex-Moderatorin eigentlich zu ihrem Traumjob? Könnte es vielleicht damit zu tun gehabt haben, dass sie einst für Jens Bullerjahn den Wahlkampf organisierte und dieser wiederum in seiner Funktion als Finanzminister und damit Hauptgesellschafter von Lotto-Toto großen Einfluss bei der Wahl der Geschäftsführung hatte?

Eine Hand wäscht die andere. Im Jahr 2016 bekamen die Lotto-Bezirksleiter neue Vergütungs-regelungen. Sechs von sieben Bezirksleiter hatten finanzielle Einbußen zu beklagen. Nur ein einziger verbesserte sich: Der Bezirksleiter mit CDU-Verbindungen erhält nun rund 50.000 Euro jährlich mehr, und das ohne eigenes Zutun. Zwei Jahre später bekam die Tochter desselbigen Bezirksleiters den Lottobezirk mit den zweithöchsten Provisionseinnahmen zugesprochen. Zufall?

Wen überrascht da noch die Erhöhung von Maren Siebs Jahresgehalt auf rund 200.000 Euro (!). Das ist Geld, was bei Vereinen und Verkaufsstellen fehlt. Dass der Landesrechnungshof das für unzulässig hält – egal. Der Abgeordnete Jan Wenzel Schmidt spielt dabei jedenfalls nicht mehr mit. Er brachte den Stein ins Rollen, der nun in Form des Untersuchungsausschusses Fahrt aufnimmt, um der Selbstbedienungsmentalität bei Lotto-Toto ein Ende zu setzen. Besonders bedenklich sieht Schmidt mögliche Geldwäsche im Bereich Sportwetten mit Einsätzen einer einzelnen Person von über 1,3 Mio. Euro innerhalb eines Jahres.

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